Die Cyanotypie, auch als Blaudruck oder Eisenblaudruck bekannt, ist ein altes um 1839 durch den englischen Naturwissenschaftler Sir John Herschel entdecktes fotografisches Edeldruckverfahren mit typisch cyanblauen Farbtönen.
Die Cyanotypie nutzt die Lichtempfindlichkeit einiger Eisensalze aus, die unter UV-Einstrahlung wasserunlösliche Kristalle bilden. Die lichtempfindliche Lösung besteht aus Ammoniumeisen(III)-Citrat und Kaliumhexacyanoferrat-III und wird z.B. auf Aquarellpapier aufgetragen. Nach der Belichtung des Papiers mit einem Kontaktnegativ und einer UV-Quelle wird das Papier gewässert und so die löslichen Eisensalze ausgespült. Die unlöslichen Kristalle bleiben auf dem Papier haften und erzeugen schließlich das Bild. Da die lichtempfindliche Lösung in das Papier eindringt, entsteht das Bild nicht wie bei modernen Silbergelatine-Prints in einer Schicht auf der Oberfläche, sondern direkt im Papier. Die Cyanotypie war der erste Prozess, der ohne Silber auskam.
Cyanotypien erstelle ich grundsätzlich in einer auf 5 Exemplare limitierten Auflage wobei jedes einzelne ein Unikat ist.